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15. August 2020
Lernwelten 07.06.2018

Der Drei-Länder-Hack feierte Premiere in Wien

Haben Sie schon einmal von einem Hackathon gehört? Das Wort setzt sich aus „Hack“ und „Marathon“ zusammen und kommt ursprünglich aus der Softwareentwicklung. Diverse Teams erarbeiten dabei innerhalb von zwei Tagen Prototypen für explizite Problemstellungen. Die drei Verkehrsunternehmen ÖBB, DB und SBB veranstalteten im Mai 2018 den ersten Drei-Länder-Hack.

Claudia Falkinger, Innovationsmanagerin ÖBB
Claudia Falkinger, Innovationsmanagerin ÖBB

Claudia Falkinger, ÖBB Innovationsmanagerin war im Organisationsteam des ersten länderübergreifenden Hackathons: „Wir tauschen uns regelmäßig mit KollegInnen der DB und SBB aus. Plötzlich war die Idee im Raum, einen gemeinsamen Hackathon auf die Beine zu stellen, schließlich stehen doch alle drei Verkehrsunternehmen vor ähnlichen Herausforderungen. Da unsere neue Innovation Factory gerade eröffnete, stellten wir als ÖBB sehr gerne unsere Räumlichkeiten für die Premiere zur Verfügung.“

In allen drei Unternehmen wurde fleißig Werbung für den Drei-Länder-Hack gemacht. Alle MitarbeiterInnen wurden eingeladen, unabhängig von Beruf oder vom technologischen Wissenstand. Erfolgsentscheidend ist eine bunte Zusammensetzung. Es sollen Menschen aus unterschiedlichen Bereichen mit vielseitigen Hintergründen mitmachen. Es ist ein Irrglaube, dass nur SoftwareentwicklerInnen bei Hackathons wichtig sind. „Je mehr Perspektiven auf ein Problem blicken, umso besser“, stellte Claudia Falkinger fest.

Folgende Rahmenbedingungen waren fix vorgegeben:

Start: Montag um 9 Uhr in Wien - Ende: Dienstag um 13 Uhr in Wien

Themen, an denen gearbeitet wurde:

  • Prognose Everything
  • Chatbot im Einsatz
  • Digitaler Bahnhof & Schiene
  • WIFI
  • Barrierefreiheit
Ein Teil des Organisationsteams: Johannes Jüngst (DB), Birgit Teubenbacher (ÖBB), Tobias Friedrich (DB), Claudia Falkinger (ÖBB), Christian Trachsel (SBB) Nicht am Bild: Sebastian Sooth (DB)
Ein Teil des Organisationsteams: Johannes Jüngst (DB), Birgit Teubenbacher (ÖBB), Tobias Friedrich (DB), Claudia Falkinger (ÖBB), Christian Trachsel (SBB) Nicht am Bild: Sebastian Sooth (DB)

In Summe meldeten sich über 150 MitarbeiterInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz für den Hackathon an. Die Vielzahl an Anmeldungen war eine positive Überraschung für das Organisationsteam. Nach der Eröffnung des Hackathons bildeten sich 19 länder- und disziplinenübergreifende Teams, die theoretisch 24 Stunden Zeit hatten eine Lösung für ein Thema zu designen. Am Dienstag präsentierte jedes Team einen Prototypen.

Die Jury hörte viele spannende Präsentationen, drei Ideen überzeugten aber besonders: ein GastroBOT, Wifi Everywhere und barrierefreies Reisen. Die InnovationsmanagerInnen der drei Verkehrsunternehmen werden die Teams weiter begleiten, damit aus den Prototypen praxistaugliche Lösungen werden.

Claudia Falkinger resümierte zufrieden: „Der Spirit dieser Veranstaltung war außergewöhnlich. Alle stellten das Gemeinsame vor das Trennende, Länder- und Teamgrenzen waren diese zwei Tage nicht existent. Dieser mitarbeiterfokussierte Hackathon hat sicher positiv zur Innovationskultur aller drei Unternehmen beigetragen. Wir freuen uns schon auf die Fortsetzung 2019 bei den SBB in der Schweiz.“

Einige Impressionen vom Drei-Länder-Hack gibt es in diesem Video.

Ein ausführliches Interview live vom Drei-Länder-Hack sehen Sie hier.

 

 

Das Siegerteam zum Thema „Barrierefreies Reisen“
Das Siegerteam zum Thema „Barrierefreies Reisen“
Autor

Sabine Prettenhofer

Sabine hat unseren Blog aus der Taufe gehoben. Sie ist unser Trendscout, wenn es um Themen und Geschichten geht. Quasi immer auf der Suche nach spannenden Storys. Sabine ist seit Anfang 2018 bei uns in der Akademie und rührt ständig die Werbetrommel für ihr Heimatland Österreich. Beruflich beschäftigt sie sich mit Kommunikation, Social Media und HR Themen.

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