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24. Juni 2019
Lernwelten 10.02.2019

5 Learnings der LEARNTEC 2019

Im Rahmen unseres Projektes eLearningÖV besuchten wir die LEARNTEC in Karlsruhe. Diese fünf Themen sind mir besonders in Erinnerung geblieben.

1. Evolution statt Revolution

Viele der Speaker auf dem Kongress der LEARNTEC haben über ihre Erfahrungen in der Umsetzung von E-Learning in Unternehmen gesprochen. Was dabei deutlich geworden ist: Die Implementierung von E-Learning hat mehr mit Evolution als mit Revolution zu tun. Das liegt zum einen an den Verantwortlichen selbst: Wege beschreiten, die noch niemand zuvor gegangen ist benötigt Zeit, Mut und Fehlerakzeptanz. Zum anderen braucht auch die Akzeptanz, die Befähigung und Umsetzung seitens der Mitarbeiter*innen seine Zeit. Also: Bleibt geduldig und beharrlich für diese vielleicht revolutionäre Evolution.

2. Agilität

Das Zauberwort und Allheilmittel lautet Agilität. Unternehmen sollen agil sein, Mitarbeiter*innen ebenfalls und die Projektsteuerung im digitalen Lernen auch. Das ist jetzt nicht unbedingt etwas Neues, aber passt zum O-Ton der Veranstaltung: Kleine Päckchen packen, mit denen wir im Unternehmen schneller, flexibler und lösungs- statt zielorientiert arbeiten können. Ein Versuch ist es auf jeden Fall wert!

3. Wissenshoheit Adieu

Es ist mir dank einiger Vorträge nochmals deutlich geworden. Das Wissensmanagement in Unternehmen betrifft zwei sehr unterschiedliche Gruppen: Die Generation, die beigebracht bekommen hat, dass Wissen Macht ist. Und entsprechend ist sie auf das Horten und Behalten von Wissen getrimmt. Auf der anderen Seite die Generation „Nicht das was, sondern das wie und woher ist ausschlaggebend“. Motto: Sharing is Caring! Bei der Umsetzung eines effektiven Wissensmanagements sollten sich die Bildungsbeauftragten darüber im Klaren sein und einen Weg finden, die Ansichten und Befindlichkeiten beider Gruppen zu berücksichtigen.

4. Geh den Teilnehmer*innen auf die Nerven – aber im positiven Sinne

Nerven kann ein Erfolgsfaktor sein: Besonders beim 70-20-10-Modell, das besagt, dass wir am besten on the job lernen. Geht man den Lernenden bei Blended-Learning-Maßnahmen in den Praxisphasen bzw. Ruhephasen immer wieder „auf die Nerven“, kann das die Teilnehmenden aktivieren, für höhere Zufriedenheit und besseren Lernerfolg sorgen. Das kann via E-Mail, App, datierten Kalenderterminen oder LMS geschehen. Es geht darum, Erinnerungen an die Lerninhalte zu geben, reflektierende Fragen zu stellen oder Zielvorgaben der Praxis zu überprüfen.

5. Ich habe mich verstanden gefühlt

... und zwar Dank dem Vortrag von Barbara Strassnig von den Wiener Linien, die über die speziellen Schwierigkeiten von digitalem Lernen in Verkehrsunternehmen gesprochen hat. Die Session hat mich sowie das komplette Team von eLearningÖV sehr zum Schmunzeln und zustimmenden Nicken gebracht. Willkommen in unserer Welt :-)

Barbara Strassnig über das digitale Lernen in Verkehrsunternehmen
Barbara Strassnig über das digitale Lernen in Verkehrsunternehmen
Autor

Britta Robels

Britta ist bei uns im Projekt eLearningÖV tätig. Einen Teil ihrer beruflichen Karriere verbrachte sie als Redakteurin in einer Agentur, sodass es zukünftig bestimmt noch einiges von ihr zu lesen gibt. Für uns zaubert sie in erster Linie Konzepte und frische Ideen für digitales Lernen in der Verkehrsbranche aus der Schublade. In ihrer Freizeit stehen Laufen, Heimwerken, Socializen und Knipsen auf dem Programm.

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