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18. Dezember 2017

Nachlese zum 3. VDV-Symposium Multimodalität

Nachlese zum 3. VDV-Symposium Multimodalität
© Stadtwerke Osnabrück AG

Wie würden Sie reagieren, wenn…

… Sie als Mitarbeiter eines Busunternehmens in einer Veranstaltung sitzen und die Frage "Haben Busunternehmen eine Zukunft?" mit einem klaren NEIN beantwortet wird?

Vermutlich genauso wie die 90 Personen, die beim 3. Symposium Multimodalität saßen. Sie haben die Luft scharf eingesogen und sich erstaunt geäußert.

Wenn allerdings nach einem hervorragenden Vortrag die gleiche Frage noch einmal gestellt wird und die Antwort lautet: "JA, aber nicht als Busunternehmen wie es heute existiert, sondern als verändertes Unternehmen – als Mobilitätsanbieter!" – dann atmen Sie alle wieder auf!

So in etwa war die Botschaft des Vorstandes der Stadtwerke Osnabrück, Herrn Prof. Dr. Stephan Rolfes.
Klar ist – und das heben alle Vortragenden hervor: Es steckt viel Energie in dem Thema Multimodalität. Klar ist auch, dass wir aufhören müssen, ÖPNV und IV als Konkurrenten zu sehen. "ÖIV" könnte das Stichwort der Zukunft heißen, das steht für "Öffentlicher-Individualverkehr". Das bedeutet eine neue Generation des Öffentlichen Personenverkehrs. Dabei bringen neue Fahrzeuggenerationen neue Mobilitätsformen. Dabei ist noch offen, ob es das komplett autonome Fahren mit den einzelnen Zielen der Fahrgäste wird oder eher eine "Pooling"-Lösung. Denn Pooling sammelt die Kundenwünsche und ermöglicht so den wirtschaftlicheren und umweltfreundlicheren Betrieb. Umweltfreundlicher deshalb, weil Leerfahrten so gut wie möglich vermieden werden.

3. VDV-Symposium Multimodalität

Aber, ohne Investitionen kein Fortschritt. Das bedeutet auch, dass es Rückschläge geben kann. Das Geld „in den Sand gesetzt wird“. Denn nur durch Trial and Error stellen sich optimale Lösungen heraus: Warum das Rad jedes Mal neu erfinden? Warum nicht einen Teil der Arbeit an Partner abgeben? Warum nicht das Know-How und die Ideen kleiner Start-ups nutzen? Warum nicht Querdenker zum Zuge kommen lassen?

Wenn die Kunden und die Verkehrsunternehmen weiter gehen in Richtung intensiverer Nutzung von CarSharing, BikeSharing – kurz in Richtung Multimodalität –, werden wir alle flexibler und wirtschaftlicher. Das wichtigste aber ist – es wird die Verkehrsunternehmen auch in Zukunft noch geben!

Viele Wege sind noch offen, soviel können wir nach dieser Veranstaltung sagen. Was die Zukunft noch alles bringen wird, wir sind gespannt. Freuen Sie sich mit uns auf die nächste Veranstaltung voraussichtlich im Frühjahr 2018. Wir werden wieder einen Schritt weiter sein und Ihnen neue Möglichkeiten vorstellen.

Impressionen

Foto: Meckel Fotodesign / Stadtwerke Osnabrück AG
Foto: Meckel Fotodesign / Stadtwerke Osnabrück AG
Foto: Meckel Fotodesign / Stadtwerke Osnabrück AG
Foto: Meckel Fotodesign / Stadtwerke Osnabrück AG
Foto: Meckel Fotodesign / Stadtwerke Osnabrück AG

Weitere Meldungen zu der Veranstaltung

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Konferenz deutscher Verkehrsexperten zur Multimodalität in Osnabrück

Stadtwerke Osnabrück sind Gastgeber eines Symposiums zur „Multimodalität ÖPNV und X-Sharing“

„Haben Busunternehmen eine Zukunft?“ „Welche Rolle spielen Verkehrsunternehmen in der digitalen Mobilität?“ Diesen und vielen weiteren Fragen haben sich vom 31. Januar bis 1. Februar Verkehrsexperten aus ganz Deutschland gestellt. Das Symposium „Multimodalität ÖPNV und X-Sharing“ des Verbandes deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) fand in diesem Jahr in Osnabrück statt.

Zu der kompletten Presseinformation der Stadtwerke Osnabrück..


Nahverkehr und Ride-Sharing: ein Modell für die Verkehrswende

Die Nahverkehrsbranche diskutiert ab heute auf ihrem Multimodalitätskongress über wichtige Fragen künftiger Verkehrsentwicklungen in Städten und Ballungsräumen: Welche Auswirkungen hat eine signifikante Erhöhung von so genannten Ride-Sharing-Angeboten auf die öffentliche Mobilität in den Städten? Und welche Rolle spielen dabei die ÖPNV-Unternehmen im Verhältnis zu neuen Markteilnehmern? „Der Mobilitätsmarkt steht vor großen Umbrüchen. Vor allem in den urbanen Räumen werden sich künftig mehr Anbieter mit ganz unterschiedlichen Geschäftsmodellen darum bemühen, die Menschen von A nach B zu befördern. Die kommunalen Nahverkehrsunternehmen und die Verkehrsverbünde müssen diese Trends mit Blick auf Chancen und Risiken bewerten, aktiv mit gestalten und genau analysieren, mit welchen Produkten und Angeboten man künftig im Markt aktiv sein kann“, so VDV-Geschäftsführer Dr. Jan Schilling.

Zu der kompletten Pressemitteilung des VDV..

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