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29. Juni 2017

Demographischer Wandel

Die Alterszusammensetzung der deutschen Bevölkerung unterliegt einem schleichenden Wandel: Eine geringe Geburtenrate und die verlängerte Lebenserwartung werden dazu führen, dass es in Zukunft immer mehr Ältere und demgegenüber weniger Jüngere in der Bevölkerung geben wird. Die Schlagworte „alternde Gesellschaft“ und „demografischer Wandel“ sind vielen zum Beispiel aus der Diskussion um die Sicherheit der Altersrente bekannt. Bisher weniger beachtet wird, dass sich dadurch auch für Unternehmen große Veränderungen anbahnen.
Unternehmen müssen sich bereits heute darauf einstellen, dass in Zukunft

  • qualifizierte Bewerber und Bewerberinnen auf dem Arbeitsmarkt ein knappes Gut werden,
  • nur attraktive „Marken-Unternehmen“ im Kampf um die Köpfe bestehen können,
  •  Innovation auch und immer mehr eine Sache der Älteren im Unternehmen sein wird,
  • ungesunde Arbeitsplätze von heute morgen teuer bezahlt werden müssen,
  • am Ende der Wertschöpfungskette immer öfter ältere Kunden stehen.

Der „demografische Wandel“, der diesen Entwicklungen zugrunde liegt, ist ein schleichender Pro­zess. Überschattet vom Tagesgeschäft und einer Vielzahl drängender aktueller Sorgen, gerade im Mittelstand, werden seine massiven Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit nicht ausreichend wahrgenommen. Um zukunfts- und wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sich die Betriebe aber jetzt und ab sofort den Herausforderungen des demografischen Wandels stellen. Dies betrifft den ÖPNV z.B. wegen der bekannten Probleme bei der Fahrdienstuntauglichkeit Älterer in besonderem Maße.

Quelle: G. Richenhagen: Demografische Entwicklung und Belegschaften der Zukunft – Neue Anforderungen an betriebliche Personalstrategien im Öffentlichen Personennahverkehr (erschienen in: Der Nahverkehr)
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