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16. Mai 2021
21.03.2021

Der „UpTrain“ rollt.

Am 25. März ist es soweit – der virtuelle Kick-Off unseres InnoVET-Projekts UpTrain findet statt. Vier spannende Projektjahre mit acht kompetenten Verbundpartnern und vielen weiteren Unterstützern liegen vor uns. Anlässlich des Auftakts werfen wir nochmal einen Blick auf die vergangenen Monate.

Wie alles begann…

Anfang 2019 höre ich zum allerersten Mal von einem Wettbewerb namens InnoVET (https://www.bmbf.de/de/innovet.html). Unter diesem Titel sucht das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die besten Ideen und Innovationen im Bereich der beruflichen Bildung. Die ganz großen Themen unserer Zeit sollen in den Projektideen angegangen werden: Wie gestalten wir Qualifizierung und Weiterbildung in Zeiten von Digitalisierung, Technologisierung und Demografischem Wandel? Wie kann berufliche Bildung noch attraktiver werden? Schnell wird klar – diese Fragestellungen betreffen auch unsere Branche. Und hier können wir als VDV-Akademie viel bewegen. Gesagt, getan: In einer spontanen Brainstorming-Session im Team werden Ideen gesponnen, verworfen und weiterentwickelt. Im Laufe des April wird daraus eine Projektskizze, erste Unterstützer sind an Bord. Und das Ganze bekommt einen Namen: "UpTrain. Triale Weiterbildung – durchlässig, digital". Wir senden unsere Idee ans BMBF und das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), das für die Durchführung des Programms zuständig ist.

Moment mal. Wofür steht "UpTrain" überhaupt?

UpTrain steht für die Entwicklung attraktiver Angebote in der beruflichen Bildung, für „Brücken“ zu existierenden Angeboten und für neue Perspektiven für ÖPNV-Beschäftigte.

• Die Branche braucht neue Qualifizierungsmöglichkeiten im gewerblich-technischen Bereich. Wir entwickeln zwei neue Aufstiegsfortbildungen – eine auf DQR-Stufe 5, eine auf DQR-Stufe 7. Beide sollen in IHK-Kammerabschlüssen münden.

• Die Qualifizierungen werden nicht ausschließlich mit Teilnehmenden aus Verkehrsunternehmen durchgeführt. Es entstehen "triale" Lernortkooperationen zwischen Verkehrsunternehmen, Hochschulen und Industrieunternehmen: Themenschwerpunkte werden in kleinen Projekten gemeinsam erarbeitet und alle lernen mit- und voneinander.

• Gelernt wird nicht nur an den verschiedenen Lernorten der Institutionen, sondern auch digital. Auf der Digitalen Mobilitätsakademie (DMA), einer übergreifenden Branchenlernplattform. Die Qualifizierungen werden hier im Sinne eines Blended-Learning-Konzepts online vor- und nachbereitet und ganze Online-Kurse zum Selbstlernen zur Verfügung gestellt.

• Wer an Weiterbildung interessiert ist, hat häufig Beratungs- und Unterstützungsbedarf. Es braucht eine organisationsübergreifende Bildungs- und Karriereberatung, die Branchenbeschäftigte gezielt und individuell berät.

• Formale und non-formale Bildungsleistungen von Branchenbeschäftigten sollen besser dokumentiert und verglichen werden. Dazu entsteht ein Konzept für ein Bildungspunktesystem, in dem auch die Anerkennung von Leistungen zwischen der akademischen und beruflichen Bildungsebene berücksichtigt wird.

Von der Projektskizze zum fertigen Förderantrag in 6 Monaten

Nach dem Einreichen der Projektskizze heißt es: Warten. Denn das Ministerium erreichen insgesamt 176 solcher Skizzen, die natürlich eingehend geprüft werden müssen. Im Sommer dann die guten Neuigkeiten: UpTrain zählt zu den 30 vielversprechendsten Projektideen und ist weiterhin im Rennen. Wir haben nun sechs Monate Zeit, die Skizze zusammen mit Unterstützern und Partnern weiterzuentwickeln. Am Ende soll ein vollwertiger Projektantrag stehen. Dieser soll beschreiben, wie alle Ziele innerhalb von vier Jahren umgesetzt werden können. Die Folgemonate werden intensiv: Wir organisieren 10 Workshops mit über 60 interessierten Unterstützerinnen und Unterstützern. Es entstehen zwei regionale "Cluster" und die Workshops finden teilweise im Raum "Nordrhein-Westfalen" statt, teilweise in der Region "Rhein-Main-Neckar". Anfang Dezember 2019 hat das Konzept Kontur angenommen, acht Verbundpartner stehen fest und es ist ein großes Konsortium an Befürwortern entstanden. Unsere Verbundpartner sind vier Verkehrsunternehmen und vier Hochschulen. Sie gehen mit uns in die Feinplanung. In diesen Wochen setzen wir den "UpTrain" gedanklich Stück für Stück zusammen, entwickeln einen Zeit- und Meilensteinplan und letztendlich einen ganzen Förderantrag. Diesen reichen wir im Februar 2020 ein.

Von der Pressekonferenz der Bundesministerin Anja Karliczek zum Projektbeginn

Am 7. Juli 2020 erreicht uns eine Nachricht des Bundesinstituts für Berufsbildung, das für die Umsetzung der Projekte verantwortlich ist. Am Mittag soll eine Pressekonferenz der Bundesbildungsministerin Anja Karliczek zum Innovationswettbewerb stattfinden. Wir sind aufgeregt – werden heute die Finalisten verkündet?

Das Video zur Pressekonferenz

Wir sind mächtig stolz, denn Frau Karliczek erwähnt unser Projekt in ihrer Pressekonferenz namentlich (Minute 10:15). Das bedeutet, die Jury hat UpTrain als eins von 17 Projekten dem BMBF zu Förderung vorgeschlagen. Wir haben es geschafft! In den kommenden Monaten müssen noch Formalia geklärt werden, die die Förderung betreffen.

Nun ist es März 2021 und der UpTrain ist in den vergangenen Monaten langsam ins Rollen gekommen. Schon bald wird er richtig Fahrt aufnehmen, dafür setzen wir uns ein. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren Verbundpartnern und dem Unterstützerkreis. Über unsere Arbeit und Erfolge halten wir natürlich auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, weiterhin auf dem Laufenden.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie an dieser Stelle: https://www.vdv-akademie.de/projekte/uptrain-triale-weiterbildung/

Förderung

Logo InnoVET
Logo BMBF
Logo BIBB


Gefördert als InnoVET-Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Mit dem Programm InnoVET fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bundesweit Projekte mit dem Ziel, die Attraktivität, Qualität und Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung zu steigern. Durchgeführt wird das Programm vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Autor

Thea Wehlitz

Thea ist Projektleiterin des InnoVET-Projekts UpTrain. Wenn sie nicht dafür sorgt, dass der UpTrain planmäßig rollt, bereist sie gerne die Welt und entdeckt neue Länder und Kulturen. Pünktlich zur Karnevalszeit ist die Kölnerin aber immer zurück in der Stadt am Rhing.

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