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People and Culture

Inklusive Führung: Strategische Antwort auf den Fachkräftemangel im Verkehrssektor

Der Fachkräftemangel ist längst Realität – und er trifft besonders Branchen, die auf zuverlässiges Personal angewiesen sind. Verkehrsunternehmen spüren das Tag für Tag. Ob Fahrdienst, Werkstatt oder Disposition: Wenn Stellen unbesetzt bleiben, geraten Abläufe ins Stocken. Die Folgen sind gravierend: Für die Beschäftigten, für die Fahrgäste und für die gesamte Wirtschaft.

Laut einer aktuellen Umfrage der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf haben 46% der Unternehmen Schwierigkeiten, offene Stellen zeitnah zu besetzen. Besonders betroffen sind kleine und mittelständische Betriebe. Im Gesundheits- und Sozialwesen sind es sogar 80 %. Auch der Verkehrssektor steht unter Druck – denn er ist auf qualifizierte, engagierte Mitarbeitende angewiesen, um zuverlässig und wirtschaftlich arbeiten zu können.

Mehrere Menschen (zwischen 30 und 40), 3 Frauen und 2 Männern, mit unterschiedlicher Hautfarbe schauen lächelnd mit gekreuzten Armen in die Kamera.

Binden und gewinnen: zwei Seiten der Lösung

Die Herausforderungen sind klar: Einerseits gilt es, bestehende Mitarbeitende zu halten, andererseits müssen neue Fachkräfte gewonnen werden – zunehmend auch aus dem Ausland. Laut einer aktuellen Studie der Bertelsmann Stiftung braucht Deutschland bis 2040 jährlich rund 288.000 Zuwandernde, um den Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials auszugleichen. Ein Großteil davon muss aus Drittstaaten kommen.

Das bedeutet: Unternehmen müssen gezielt daran arbeiten, Fachkräfte willkommen zu heißen und langfristig zu integrieren. Hier kommt die inklusive Führung ins Spiel.

Vielfalt ja – aber inklusiv!

Viele Unternehmen setzen heute bereits auf diverse Teams. Aber Vielfalt an sich allein reicht nicht. Entscheidend ist, ob Mitarbeitende mit ihren unterschiedlichen Hintergründen, Erfahrungen und Perspektiven wirklich eingebunden sind.

Inklusive Führung geht deshalb über die bloße Repräsentation hinaus. Sie schafft ein Arbeitsumfeld, in dem sich alle Beschäftigten respektiert, gehört und gefördert fühlen – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Alter, Religion oder anderen Merkmalen.

Ein vielfältiges Team bringt nur dann sein volles Potenzial ein, wenn die Führung aktiv für ein inklusives Miteinander sorgt: durch klare Kommunikation, gegenseitiges Verständnis, Offenheit und die Bereitschaft, sich auch mit Unsicherheiten und Spannungen auseinanderzusetzen.

Führungskräfte als Schlüsselpersonen

Gerade wenn neue Mitarbeitende aus dem Ausland ins Unternehmen kommen, sind Führungskräfte besonders gefordert. Sie müssen kulturelle Unterschiede verstehen, gleichzeitig aber auch Gemeinsamkeiten fördern. Inklusive Führung bedeutet, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen alle gut zusammenarbeiten können, auch bei unterschiedlichen Kommunikationsstilen, Lernwegen oder Erwartungen.

Das Ziel ist also nicht nur eine bessere Zusammenarbeit, sondern auch: stärkere Bindung, höhere Zufriedenheit und mehr Innovationskraft im Unternehmen.

Fazit: Inklusivität ist kein Zusatz, sondern Notwendigkeit

Inklusive Führung ist kein „Nice-to-have“, sondern ein Erfolgsfaktor im Wettbewerb um Fachkräfte. Wer auf Vielfalt setzt, muss auch für Inklusion sorgen – sonst bleibt Potenzial ungenutzt.

Für alle, die sich mit dieser Herausforderung aktiv auseinandersetzen möchten, bietet die VDV-Akademie eine passende Weiterbildung an:

Recruiting und Bindung von Mitarbeitenden - Inklusive Führung als Erfolgsfaktor

⏰ WANN UND WO?

17.-18. Juni 2026 in der "Wohngemeinschaft" in Köln

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Autor:in

Melike Kizil-Kreisel Portrait Webseite Melike Kizil-Kreisel
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