Ein Rückblick auf vier Jahre UpTrain
Im Rahmen von UpTrain arbeiteten wir mit einem breiten Netzwerk aus Verkehrsunternehmen, Hochschulen und der VDV-Akademie daran, innovative Fortbildungsmöglichkeiten für die Mobilitätsbranche zu schaffen. Das Projekt zielte darauf ab, die Qualifizierungslücken in der Branche zu schließen und neue Bildungsangebote zu entwickeln, die praxisorientiert und bedarfsgenau auf die Herausforderungen der modernen Mobilität eingehen. Das UpTrain-Team nutze das letzte Live-Projektgruppentreffen (PGT) die Gelegenheit, gemeinsam auf die Entwicklung und Meilensteine der vergangenen Jahre zurückzublicken.
Die Rollen der Projektpartner: Ein harmonisches Zusammenspiel
- VDV-Akademie: Die VDV-Akademie steuerte maßgeblich das flexible Lehr- und Betreuungskonzept bei. Sie entwickelte das Blended-Learning-Modell, das durch eine Mischung aus Präsenzveranstaltungen und Online-Lernformaten besonders für Berufstätige geeignet ist. Eine offene und humorvolle Atmosphäre unterstützte die Teilnehmenden dabei, den Lernstoff auf eine angenehme und effektive Weise zu vertiefen.
- Verkehrsunternehmen: Die Verkehrsunternehmen unterstützten die Projektbeteiligten tatkräftig, förderten die Teilnahme ihrer Mitarbeitenden und sorgten dafür, dass die Fortbildungsangebote gezielt in ihren Betrieben bekannt wurden. Durch Maßnahmen wie Freistellungen für Teilnehmende und die Bereitstellung von Fachexpert*innen war ihre Rolle im Verbund von zentraler Bedeutung.
- Hochschulen: Im Bildungsbereich spielten die Hochschulen eine bedeutende Rolle in der Entwicklung praxisnaher Fortbildungseinheiten und Lernortkooperationen. So konnten wir die institutionelle Verzahnung von theoretischem Wissen und praxisorientiertem Lernen auf ein neues Niveau heben.
Fortschritte und künftige Ziele
Im Verlauf des Projekts haben wir zwei neue Fortbildungsabschlüsse erfolgreich im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) verankert: den „Master Professional in Technologischen Innovationsstrategien Mobilität (IHK)“ auf DQR-Niveau 7 und die Fortbildung zum „Geprüften Berufsspezialisten / zur Geprüften Berufsspezialistin Elektronik Mobilität (IHK)“ auf dem DQR-Niveau 5.
Besonders der Kammerabschluss „Master Professional in Technologischen Innovationsstrategien Mobilität (IHK)“ auf dem DQR-Niveau 7 stellt eine deutschlandweite Premiere dar – ein Meilenstein für die Anerkennung dieser Qualifikation. Auch die Zukunft der Fortbildung zum „Geprüfter Berufsspezialist / Geprüfte Berufsspezialistin für Elektronik Mobilität (IHK) - Kraftomnibusse“ wird ab Januar 2025 fest etabliert. Dank der steigenden Teilnehmendenzahl erwarten wir eine nachhaltige Verankerung in den Qualifikationsangeboten der Verkehrsunternehmen.
Darüber hinaus wird eine Erweiterung der Fortbildung zum „Geprüfter Berufsspezialist / Geprüfte Berufsspezialistin für Elektronik Mobilität (IHK) - Schienenfahrzeuge“ entwickelt – ein weiterer Schritt, um den Bedarf der Branche umfassend abzudecken und die berufliche Qualifikation in verschiedenen Bereichen der Mobilität zukunftssicher zu gestalten.
Feder, Stein und Gold: Reflexionen zum Projektverlauf
Bei unserem letzten PGT reflektierten wir unsere Erfahrungen anhand der Feder-Stein-Gold-Methode, die uns half, besondere Leichtpunkte, Herausforderungen und wertvolle Momente des Projekts zu benennen:
- Feder – Was uns leicht von der Hand ging: In den letzten vier Jahren ist ein starkes Team zusammengewachsen, in dem die offene Kommunikation und das unkomplizierte Arbeiten entscheidend dazu beigetragen haben, dass Aufgaben mit Leichtigkeit bewältigt werden konnten. Kurze Kommunikationswege und der hohe Zusammenhalt sorgten dafür, dass Probleme rasch angegangen und Lösungen gemeinsam entwickelt werden konnten. Das Teilen von Erfahrungen und die Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen, machten auch anspruchsvolle Phasen leichter. Wir nutzten kreative Ideen, um die Lehr- und Lernorte ansprechend zu gestalten und hatten Freude daran, als Team zusammenzuwachsen.
- Stein – Herausforderungen und Hürden: Besonders die Anfangsphase stellte das Team vor große Herausforderungen. Da es keine Blaupause gab, mussten wir eigenständig Strukturen aufbauen und Prozesse gestalten. Die hohe Verantwortung, die Anpassung an spezifische Zielgruppenbedürfnisse sowie der Umgang mit neuen technischen Anforderungen waren anspruchsvoll. Dennoch meisterten wir diese Herausforderungen durch gegenseitige Unterstützung und innovative Ansätze – stets mit dem Ziel vor Augen, nachhaltige und praxisnahe Fortbildungen zu etablieren.
- Gold – Wertvolle Erkenntnisse: Besonders wertvoll war die Einsicht, dass Experimentieren der Weg zum Erfolg ist. Auch ohne etablierte Strukturen ließen sich kreative und bedarfsgerechte Lösungen entwickeln. Die vielfältigen Netzwerke, die durch das Projekt entstanden sind, und die AHA-Momente, die wir bei Teilnehmenden und im Team selbst beobachten konnten, sind bleibende Goldstücke. Das positive Feedback unserer Teilnehmenden bestätigt den Erfolg des Projekts und bestärkt uns darin, auch weiterhin neue Wege in der Ausbildung und beruflichen Qualifizierung zu gehen.
Was bleibt: Ein Blick in die Zukunft
Zum Abschluss des Projekts, löst sich unser Projektverbund auf, und jede*r von uns geht mit neuen Erfahrungen und Erkenntnissen im Gepäck eigene Wege. Die gemeinsame Zeit und der Austausch haben uns beruflich wie persönlich bereichert, und das gewachsene Netzwerk bleibt uns als bleibender Wert bestehen. Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Projekt UpTrain werden auch über das Projektende hinaus weiterleben und zur Entwicklung neuer Qualifikationsangebote in der Mobilitätsbranche beitragen.
Abschließend haben wir eine Übersicht über die entwickelten Produkte und Tools erstellt, die allen Interessierten auf unserer Website zur Verfügung stehen werden. Unser Video „UpTrain in a Nutshell“ bietet einen schnellen Einblick in die wichtigsten Projekterfolge und Innovationen – ideal, um das Erreichte zu sehen und die bleibenden Eindrücke des Projekts nachzuverfolgen.
Vielen Dank für das Mitverfolgen unserer Reise!
Hinweis: Dieser Beitrag fasst die Blogserie „Auf der Zielgeraden“ zusammen, die ursprünglich auf der Projektwebsite des InnoVET-Projekts UpTrain erschienen ist. Noch bis zum 28.11.2025 können Sie die gesamte Reihe unter https://up-train.de/aktuelles-2/ einsehen.