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Projektauftakt We Transform-ÖPNV

VDV-Akademie, ver.di und ISF München starten gemeinsame sozialpartnerschaftliche Qualifizierungsoffensive

Gemeinsam starteten die VDV-Akademie, die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und das Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung (ISF) München das Projekt „We-Transform-ÖPNV“. Ziel ist es, Verkehrsunternehmen im digitalen und gesellschaftlichen Wandel nachhaltig zu stärken. Herzstück des Projekts ist die partizipative und sozialpartnerschaftliche Entwicklung eines neuen Qualifizierungsprofils für betriebliche Transformationsgestalter*innen. Rund 80 Teilnehmende aus Verkehrsunternehmen, Gewerkschaften, Wissenschaft und Weiterbildung nehmen an der Auftaktveranstaltung in Offenbach teil.

„Die Transformation des ÖPNV gelingt nur, wenn wir die Menschen mitnehmen, die sie vor Ort gestalten. Deshalb setzen wir mit 'We-Transform-ÖPNV' auf einen innovativen, sozialpartnerschaftlichen Ansatz in der Weiterbildung. Transformationskompetenz wird zur Schlüsselqualifikation der Zukunft – und das Qualifizierungsprofil zum Fundament für gute Arbeit im Wandel“, sagt Harald Kraus, Vorstandsvorsitzender der VDV-Akademie und Vorsitzender des VDV-Personalausschusses, zum Auftakt der Veranstaltung. „Wir wollen nicht von der Transformation überrollt werden, sondern sie in den Betrieben selbst konkret gestalten. Dazu braucht es Mitbestimmung, Qualifizierung und Vertrauen in die Beschäftigten. Das Projekt schafft dafür eine gemeinsame Basis,“ betont Andreas Schackert, Bundesfachgruppenleiter Busse & Bahnen bei ver.di. 

Im Projekt wird ein praxisnahes Weiterbildungskonzept entwickelt, das reale betriebliche Herausforderungen aufgreift und gezielt Kompetenzen zur Gestaltung von Transformationsprozessen im ÖPNV vermittelt. Innovativ ist vor allem der partizipative Ansatz bei der Projektarbeit: Harald Kraus. „In sozialpartnerschaftlichen Werkstätten erproben Unternehmen gemeinsam Methoden zur Entwicklung konkreter Maßnahmen. Diese Methoden fließen direkt in das Qualifizierungsprofil ein.“ Im Fokus steht zunächst die Ausbildung betrieblicher Transformationsgestalterinnen. In einem zweiten Schritt sollen ab 2026 auch Transformationsberaterinnen für eine überbetriebliche Rolle qualifiziert werden. Das Projekt läuft bis 2028 und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie durch die ESF-Plus-Sozialpartnerrichtlinie „Wandel der Arbeit sozialpartnerschaftlich gestalten“ gefördert. Ziel ist ein brancheneinheitliches Leitbild „Gute Arbeit im ÖPNV 2030“ sowie ein Qualifizierungsstandard, der bundesweit Anwendung findet und zur Stärkung der Transformation von innen beiträgt.

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