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Sicherheit

Sicherheit auf Bahnanlagen

Folgennummer, Titel "Sicherheitslage auf Bahnanlagen", Interviewgast Sandra Schlünzen, Polizeidirektorib und Referentin im Referat 23, Bundespolizei

Sicherheit auf Bahnanlagen

Nächster Halt – Folge 144

Mit Sandra Schlünzen

Transkript

Nächster Halt. Hallo und herzlich willkommen

zum Podcast der VDV-Akademie. Der Podcast rund um Weiterbildung und

Lernen in der Mobilitätsbranche.

Nächster Halt Sicherheitslage auf Bahnanlagen.

Hallo und herzlich willkommen zum Podcast der VDV-Akademie.

Mein Name ist Catharina Goj. In dieser Podcastfolge habe ich

Sandra Schlenzen zu Gast. Sie ist bei der Bundespolizei

und dort Polizeidirektorin und Referentin im Referat 23.

Was sich da genau hinter verbirgt, wird sie gleich selber noch

sagen bahnpolizei. Gemeinsam wollen wir heute einen

Blick hinter die Sicherheit an Bahnhöfen werfen.

Schön, dass Sie da sind, Frau Schlenzen. Ja, vielen Dank.

Schönen guten Tag, Frau Goj. Ich denke,

viele von unseren Zuhörenden haben das Wort Bundespolizei

schon mal an Bahnhöfen gesehen? Aber was ist eigentlich genau Ihr

Zuständigkeitsbereich von der Bundespolizei an unseren Bahnhöfen?

Ja, ja, das ist tatsächlich eine interessante Frage.

Polizei in Deutschland ist ja allgemein so,

dass normalerweise jedes Bundesland seine eigene Polizei hat.

Und wir sind eine Sonderpolizei mit besonderen Zuständigkeiten.

Einmal für sind wir für die Grenzen verantwortlich.

Wir sind für die Bahngleise verantwortlich und die Bahnhöfe

und tatsächlich auch für die Sicherheit an Flughäfen.

Wenn Sie jetzt so zurückschauen über die letzten Jahre ist Bahnfahren

oder der Aufenthalt an Bahnhöfen über die letzten Jahre in Ihren

Augen unsicherer geworden. Manchmal bekommt man so über die

Medien vielleicht den Eindruck. Tatsächlich haben wir immer eine

Statistik, die wir jährlich führen bezüglich der Straftaten, die jedes

Jahr auf Bahnanlagen und Bahngleisen bundesweit begangen werden.

Und das wird natürlich im Jahresmittel immer miteinander

verglichen. Dazu ist zu sagen,

dass wir da eine ganz erkleckliche Anzahl von Straftaten haben.

Wir werden das dann immer jahresmäßig aus.

Und dass im letzten Jahr 2025 hatten wir insgesamt knapp

605.000 Straftaten. Das setzt sich aus ganz vielen

unterschiedlichen Deliktsbereichen zusammen, insbesondere Erschleichen

von Leistungen, Gewaltdelikte, Delikte nach dem Waffengesetz,

Aufenthaltsgesetz, aber auch Sexualdelikte und

Eigentumsdelikte. Natürlich. Dabei ist immer zu sagen,

dass wir dann natürlich immer auf die jeweiligen Deliktsbereiche gucken und

schauen, was passiert in dem Bereich. Und welche Maßnahmen sind geeignet,

um Schwerpunkte oder an bestimmten Örtlichkeiten,

wo sich Brennpunkte entwickeln, welche Maßnahmen wir treffen können,

um dem entgegenzuwirken und unseren Kernauftrag für die Sicherheit

an Bahnanlagen und auch für den Schutz der Reisenden tätig zu sein,

um das zu verbessern. So, und da ist zu sagen,

dass wir in einigen Delikten halt steigende Zahlen haben,

zum Beispiel Erschleichen von Leistungen, Sexualdelikte.

Auch die Gewaltdelikte steigen leider.

Aber es gibt auch andere Bereiche, zum Beispiel Aufenthaltsgesetz

und Eigentumsdelikte, die teilweise auch sinken.

Und das ist nicht ganz unwichtig von den Zahlen her.

Also sprich Eigentumsdelikte würden wir wahrscheinlich als

Diebstahl bezeichnen. Im alltäglichen Gebrauch vermutlich.

Ja, genau. Also Taschendiebstahl ist ja

einer unserer Schwerpunkte, wo wir halt auch tatsächlich mit

Bandenkriminalität zu tun haben an den Bahnsteigen, wenn da so

viele Menschen aufeinander sind, die Einstiegssituation in die Waggons

oder der Ausstieg, da ist man dann oftmals nicht so aufmerksam.

Und das sind natürlich auch Bereiche, die die Täter für sich

herausgefunden haben und wo sie gerne unterwegs sind,

um den Leuten ihre Sachen zu stehlen. Das ist dann einfacher Diebstahl.

Das sind alles Delikte, die leider auch bei uns in unserem

Zuständigkeitsbereich vorkommen. Wobei man sich natürlich vor

Augen führen muss, dass wir haben fast 34.000 Kilometer

Bahnstrecken in Deutschland und Dazu kommen 5700 Bahnhöfe und

Haltestellen und dann noch mal 2,73 Milliarden Bahnreisen pro Jahr.

Und das sind natürlich schon Irrsinns Zahlen.

Und wenn man das dann wieder ins Verhältnis setzt,

ist es Prozentual dann teilweise in den meisten Bereichen eigentlich

gar nicht so schlimm. Okay. Mich würde jetzt noch interessieren,

gibt es eine Veränderung im Bereich Erschleichen von Leistungen, seitdem

wir das Deutschlandticket haben? Gibt es da schon Auswertungen?

Also es gibt tatsächlich Auswertungen und dazu ist zu sagen, die Zahlen

sind recht enorm gestiegen, 20 25 auch in erheblichem Bereich.

Tatsächlich nutzen viele Menschen ja das Deutschlandticket.

Fast jeder hat eins, weil es einfach unschlagbar ist, was das

Preis Leistungsverhältnis angeht. Trotzdem sind heutzutage nach wie vor

viele Menschen ohne Ticket unterwegs. Wir haben da eine Steigerung der

Fallzahlen um knapp 10 %. Welche präventiven Maßnahmen

gibt es denn um Kriminalität und Gewalt vorzubeugen.

Es gibt tatsächlich da natürlich eine Vielzahl von Maßnahmen.

Ein ganz wichtiger Punkt in der Präventionsarbeit ist immer

Öffentlichkeitsarbeit und gerade auch bei der Bundespolizei.

Mit dem bundesweiten Einsatzraum sind es natürlich auch digitale Medien,

die wir an der Stelle gerne einsetzen.

Wir haben dazu auf der Homepage von der Bundespolizei unter der

Maßgabe Sicherheit an Bahnhöfen unterschiedliche Themenfelder

digital mit Hinweisfilmen und Informationsmaterial bereitgestellt.

Aber tatsächlich gehen wir auch auf Anfrage in Schulen und

machen Unterrichte für Kinder oder auch Senioren, je nachdem,

wie die Bedarfe sind. Das machen dann unsere örtlichen

Inspektionen vor Ort. Die Themen, um die es dabei geht,

sind tatsächlich sehr vielfältig, auch wenn wir oftmals nur zu

einem Thema angefragt werden. Aber da gibt es allerhand.

Also einmal Bahnunfall, Prävention. Es gibt Sicherheitstrainings für

Kinder im Bahnverkehr. Es gibt Informationen bezüglich

Videoüberwachung und tatsächlich auch deeskalierendes Verhalten,

Kommunikationsverhalten und halt wirklich richtige Trainings.

Wie gehe ich in einem Waggon innerhalb eines Zuges vor, wenn ich

merke, dort wird gerade eine Straftat begangen Und wie kann ich da im Zuge

der Zivilcourage richtig vorgehen? Und das ist etwas, wo wir allgemein

auf sehr großes Interesse stoßen. Klingt auf jeden Fall total

spannend und wichtig. Also ich stelle mir auch so vor,

gerade wenn man als Kind als Jugendlicher gerade alleine lernt,

mit der Bahn zu fahren, das erste Mal vielleicht alleine

unterwegs ist und dann vielleicht auch in so eine Situation kommt,

die einem nicht so ganz geheuer ist. Wo man sich nicht mehr wohlfühlt,

ist das sehr wertvoll. Im ländlichen Raum wirken

Bahnhofsgebäude ja häufig verlassen und nicht jeder kleine Bahnhof hat

eine Station der Bundespolizei. Gibt es dort bestimmte

Schutzmaßnahmen? Ich meine, das ist ja auch häufig

ein sehr subjektives Verhalten, Wenn ich dann irgendwie in so ein

dunkles Bahnhofsgebäude komme bzw. das durchquere und durch die Fenster

scheint nur so ein bisschen das Licht der Straßenlaterne oder ähnliches.

Ja, das ist tatsächlich eine gute Frage, die Sie da stellen.

Und tatsächlich betrifft es ja auch die Vielzahl dieser 5700 Bahnhöfe,

die ich vorhin erwähnt hatte. Das ist ein Punkt,

wozu wir gerade tatsächlich eine Studie machen im Sicherheitsbahnhof

zum Thema personalarme Bahnhöfe. Und damit meinen wir Personal

abbauen. Da sind halt ist halt selten

Bundespolizei vor Ort oder auch DB Sicherheit, weil es letzten

Endes eine kleine Station ist. Aber auch da hat ja der Reisende

Anspruch darauf, sich sicher zu fühlen.

Wir wollen also sowohl die Reisenden selbst an diesen Örtlichkeiten

befragen, um einfach rauszufinden, was können wir tun,

um ihrem Sicherheitsgefühl Genüge zu tun und dafür zu sorgen, dass

sie sich besser und wohler fühlen? Natürlich haben wir auch selber

ein paar Ideen dazu, was da an der Stelle hilfreich sein kann.

Und ein ganz wichtiges Kriterium ist immer die Ausleuchtung,

So wie Sie das schon gesagt haben Es ist für eine alleinstehende Frau,

die sich allein an in einem Bahnhof bewegt, natürlich immer

sehr viel sicherer vom Gefühl her, wenn sie durch eine gut beleuchteten

Tunnel gehen muss oder sich an einem gut ausgeleuchteten Bahnhof

befindet und nicht im Dunkeln möglicherweise noch bei Regen

alleine irgendwo rumstehen muss. Das ist ein wichtiges Kriterium.

Notrufsäulen sind durchaus eine Option für den Fall, dass man

mal sein Handy nicht dabei hat. Oder halt auch einfach digital bereit

gestelltes Informationsmaterial. Was mache ich, wenn ich mich in einer

Situation befinde, wo ich Angst habe, Wo ich das Gefühl habe,

ich könnte bedroht werden? Oder aber, dass Personen da sind,

wo ich von ausgehe, dass sie möglicherweise die

Absicht haben, mich anzugreifen. Da gibt es Informationsmaterial

oder aber auch Notrufnummern, die zur Verfügung gestellt werden,

digital, dass man dann gleich an der richtigen Adresse ist oder aber

auch Hilferuf Apps, die von uns auch teilweise schon pilotiert worden

sind und wo wir momentan prüfen, inwiefern das ausgerollt werden kann.

Ich glaube, da hat Hamburg ein paar Projekte,

wenn ich das Recht in Erinnerung habe, sowohl auch in Verbindung mit

der Notrufsäule als auch in Apps, wo dann auch innerhalb Des Bahnhof.

In dem Fall glaube ich der Hauptbahnhof, die dann sehr schnell

vor Ort sind. Oder ihre Kolleginnen. Ja, das ist tatsächlich so gewesen,

dass wir sowohl in Hamburg als auch hier in Berlin am Südkreuz

eine Hilferuf App erfolgreich pilotiert haben.

Und tatsächlich muss man wissen, dass das nicht nur die Reisenden

genutzt haben, die Apps, sondern halt auch die Anlieger vor Ort.

Der Hamburger Hauptbahnhof ist ja sehr groß, mit vielen

unterschiedlichen Geschäften und auch diejenigen, die dort arbeiten,

sind ja auch meistens entweder sehr früh oder sehr spät unterwegs.

Und die haben diese App genutzt. Tatsächlich ist es aber so,

dass man natürlich immer dann noch mal gucken muss.

Die Erprobung und das Pilotprojekt ist das eine, aber eine bundesweite

Ausstrahlung ist dann noch mal mit besonderen, auch organisatorischen

Eckpunkten versehen, die berücksichtigt werden müssen.

Und da prüfen wir momentan, was denn bundesweit für uns geeignet wäre.

Auch da wieder das Thema, wahrscheinlich ländlicher Raum.

Da gibt es ja also die nächste Bundespolizeiinspektion ist

wahrscheinlich auch ein paar Kilometer entfernt,

ein paar mehr Kilometer. Vermutlich würde ich jetzt mal

annehmen, ob man da mit der örtlichen Polizei zusammenarbeiten kann.

Da müsste es vermutlich auch Schnittstellen geben,

dass jemand schnell vor Ort ist, oder? Ja, tatsächlich, das ist so!

Wir haben mit den jeweiligen Landespolizeien immer sehr enge

Verbindungen. Und auch die Lagezentren der

Bundespolizei und der Landespolizei sind eng miteinander verknüpft und

geben die Anrufe dann entsprechend weiter, sodass diejenigen,

die anrufen und Hilfe brauchen, tatsächlich dann auch an die

richtige Adresse kommen. Aber wenn halt die Bundespolizei

die Kräfte nicht so schnell entsenden kann, dann schickt auch

die Landespolizei Kräfte dahin. Wichtig ist halt nur, dass schnell

Leute vor Ort sind. Auf jeden Fall. Es gibt ja so bestimmte

Ausnahmezustände, wo der öffentliche Verkehr oder

insgesamt der öffentliche Nahverkehr hauptsächlich hochfrequentiert ist,

so wie Großveranstaltungen. Da denke ich an Fußballspiel,

wo auch häufig Alkohol im Spiel ist und wo es auch zu Vandalismus

in Bahnen kommen kann. Man hat vielleicht selber schon

erlebt, da wird dann gegen die Decken geklopft, gegen die Wände,

weil die Leute sich gerade über den Sieg der Lieblingsmannschaft freuen,

ist manchmal für andere Reisende vielleicht nicht ganz so angenehm.

Die jetzt mit der jeweiligen Großveranstaltung nichts zu tun

haben. Gibt es da irgendwie präventive

Maßnahmen? Und da vorzubeugen sowohl ihrerseits,

aber vielleicht auch für die Fahrgäste,

dass sie sich dann sicherer fühlen? Also ja,

ich ich kann das gut verstehen, dass man da als Normalbürger

natürlich an der Stelle besorgt ist. Ich möchte aber an der Stelle

noch mal ganz dringend sagen Die meisten Fußballfans sind total

friedlich und mit denen haben wir polizeilich gar nichts zu tun.

Das ist also. Die. Kernaussage, ne? Tatsächlich haben wir natürlich

bestimmte Vereine und bestimmte Fangruppen, wo wir wissen,

dass das im Zusammenhang mit Bundesligaspielen oder sonstigen

Spielen schwierig werden könnte. Und die haben wir von vornherein in

unserer Einsatzplanung auch in der Vorausschau im Blick und stellen

Kräfte bereit, die das abgesetzt beobachten, immer darauf hoffend,

dass diesmal alles glatt geht, aber halt im Zweifelsfall auch

nah genug dran zu sein und da einzuschreiten und Besonderheiten

zu vermeiden Und insbesondere achten wir natürlich auch,

dass sich Fangruppen da nicht irgendwo anstellen begegnen,

wo es dann möglicherweise eine große Schlägerei ausartet.

Damit sind wir erfahren. Das ist praktisch unser

tägliches Geschäft und in diesen Bereichen haben wir immer wieder

Lageauswertungen, wo wir dann auch entsprechend Kräfte einsetzen.

Sie haben gerade schon viel von Digitalisierung gesprochen,

wo man sich informieren kann. Welche Rolle spielt denn

künstliche Intelligenz im Rahmen von Sicherheit bei Ihnen?

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Bundespolizei

ist eines unserer erklärten Ziele. Der erste Punkt, den man natürlich

braucht, um KI einsetzen zu können, ist, dass man entsprechende

Rechtsgrundlagen hat. Tatsächlich ist man aktuell auf

Bundesebene mit der Neufassung des Bundespolizeigesetzes befasst und

da wird geschaut, welche Art von KI wir künftig einsetzen können.

Im Allgemeinen ist die Basis für den Einsatz von KI. Sind das Videodaten?

Und dazu ist zu sagen, dass wir die Videotechnik an Bahnhöfen in

der Bundesrepublik gemeinsam mit unserem Kooperationspartner,

der Deutschen Bahn in den letzten Jahren stark ausgebaut haben

einen Schwerpunkt Bahnhöfen. Und dazu ist zu sagen,

dass diese Videodaten, die da an der Stelle aufgenommen werden,

eine hohe Qualität haben und auch KI geeignet sind, und zwar sowohl für

KI, die Verhaltenserkennung macht. Da haben wir jetzt gerade auch

wieder ein neues Projekt, was anläuft, aber auch für

biometrische Gesichtserkennung. Da haben wir schon als eine der

ersten Polizeien ein entsprechendes Projekt seiner Zeit in der

Bundespolizei durchgeführt, was wir erfolgreich 2019 abgeschlossen haben.

Und tatsächlich werden wir jederzeit bereit, diese Technik

hier auch wieder einzusetzen, weil die Menge der Videodaten,

die wir mittlerweile aufnehmen, das sind über 11.000 Kameras,

die wir da haben, tatsächlich für menschliches Auge gar nicht so

ohne Weiteres auszuwerten ist. Also insgesamt ist zu sagen Ja,

wir planen das. Wir sind auch in der Erprobung

begriffen und hoffen sehr, dass wir bald die Rechtsgrundlage haben,

dass wir das dann bei uns an den Bahnhöfen einsetzen können.

Okay, was braucht es zukünftig noch, damit Bahnhöfe und Bahnanlagen

noch sicherer werden. Das ist eine gute Frage.

Die stellen wir uns jeden Tag aufs Neue und schauen immer nach

anderen Optionen, um das tatsächlich auch umsetzen zu können.

Wie Sie das eben schon gefragt haben, ist eine der der wichtigen Punkte an

der Stelle, die uns helfen werden, die Videodaten auszuwerten,

so dass wir dann ganz aktuell auch die Einsatzkräfte dorthin

schicken können, wo aktuell Gefahren auftreten.

Was uns wichtig ist, ist die Hilferuf App.

Das wäre so was bundesweit ausrollen, weil das in Zeiten des Smartphones

ein geeignetes Mittel ist, um allen Leuten halt auch das Gefühl

zu geben, sie haben jederzeit Zugriff auf polizeiliche Notruf,

um uns entsprechend zu verständigen. Was tatsächlich auch noch eine

Option ist, die man in Deutschland noch mal pilotieren sollte.

Sind Sicherheitsbarrieren zu Bahnsteigen und auch den Zugängen

zu Zügen eine der wichtigen oder großen Gefahren, mit denen wir ja

im bahnpolizeilichen Bereich immer zu tun haben, sind ja tatsächlich,

dass Personen von den Bahnsteigen ins Gleis stürzen, was halt immer

lebensgefährlich Gefährlich ist, dass man das absperrt,

damit man praktisch das gesichert und hochgefahren hat.

Diese Sicherungsanlage. Und dass die praktisch nur dann

öffnet, wenn tatsächlich ein Zug bereits im Bahnhof steht.

Oder aber entsprechende Absperrungsvorrichtungen für die

Bahnsteige, sodass nur die Personen, die tatsächlich auch ein Bahnticket

haben und die Absicht haben, den ÖPNV zu nutzen,

ein Zugang zu haben, was in vielen anderen Ländern vollständig und

selbstverständlich ist. Aktuell ist aber hier die

Besonderheit, dass unsere Bahnhöfe ja praktisch Lebensmittelpunkt in einer

Stadt sind und vor dem Hintergrund hat man bisher darauf verzichtet.

Tatsächlich fühlt man sich da manchmal so ein bisschen wie am

Flughafen sein Ticket zu zeigen. Ich habe tatsächlich schon mal in

Frankreich erlebt beim Umstieg, wo, dachte ich, Oh, das muss dann aber

zeitlich auch einplanen, dass man nicht eben zur Bahn sprinten kann.

Was sicherlich eine gute Möglichkeit. Und ja, man erlebt es selber auch

immer wieder, dass die Leute die Bahnsteigkante sehr knapp passieren,

wo man denkt so, hoffentlich fährt gleich nicht der

nächste Zug ein und nimmt sie mit. Das ist halt tatsächlich eine

der gefährlichsten Situationen, weil die meisten Menschen

unterschätzen einfach die Geschwindigkeit und die Sogwirkungen,

die durch die Züge verursacht werden. Und insofern muss ich an der Stelle

einfach ganz dringend darum bitten, was immer passiert.

Nehmen Sie sich die Zeit, diesen Abstand einzuhalten für Ihre

eigene Sicherheit und auch für die Sicherheit Ihrer Mitreisenden.

Ja, das waren jetzt schöne Schlussworte.

Ich danke Ihnen ganz herzlich heute für die Einblicke in Ihre Arbeit.

Ich bin zuversichtlich, dass wir auch weiterhin sichere

Bahnhöfe in Deutschland haben werden und danke Ihnen ganz

herzlich für das Gespräch heute. Ja, vielen Dank, Frau Kollegin.

Dann kann ich nur zurückgeben. Und ich darf Ihnen versichern,

dass meine Kollegen und ich dafür sorgen, unser Bestmögliches dafür

tun werden, dass unsere Bahnhöfe in Deutschland so sicher bleiben,

wie es nur irgend geht. Da bin ich mir sicher. Vielen Dank.

Bei Fragen und Anmerkungen sind wir unter podcast@vdv-akademie.de

erreichbar.

Bei Spotify hören Bei Apple Podcasts hören Deutsches Transkript herunterladen

Wie sicher sind unsere Bahnhöfe in der Republik? Mit welchen Straftaten beschäftigt sich die Bundespolizei an Bahnhöfen?

Und welche Rolle spielt zukünftig KI bei der Prävention und der Auswertung von Straftaten, so dass diese wichtigen Orte noch sicherer werden? 

Diese Fragen und noch einige mehr haben wir Sandra Schlünzen, Polizeidirektorin und Referentin im Referat 23 der Bundespolizei, gestellt. 

Wir sprechen mit ihr über die Anzahl an Straftaten auf Bahnanlagen, über die gefühlte Sicherheit und wie die Sicherheit bei Großveranstaltung, wie z. B. Fußballspielen, gewährleistet werden kann.

Jetzt reinhören!

Shownotes

VDV-Positionspapier zur Sicherheit (Secruity) im öffentlichen Personenverkehr

Microsoft Word - 2026-09-30 Positionspapier Sicherheit.docx

Weitere Produkte der VDV-Akademie zum Thema Sicherheit:

Podcasts: 
#128: Facts and Feelings: https://www.vdv-akademie.de/podcast/facts-and-feelings 

#126: Verbesserung der Sicherheit im ÖPNV durch IT : https://www.vdv-akademie.de/podcast/verbesserung-der-sicherheit-im-oepnv-durch-technologie

Veranstaltungen:
IT-Sicherheit für Verkehrsunternehmen, 30.11. bis 02.12.2026, Köln
https://www.vdv-akademie.de/produkte/it-sicherheit-fuer-verkehrsunternehmen/2026-11-30-radisson-blu-hotel-cologne

E-Learnings:
Secruity im ÖPV: https://www.vdv-akademie.de/digitale-lernprodukte/security-oepv 

 

 

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Mediendesignerin UI/UX & New Learning

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